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"Strafrechtlich gesehen, trifft meines Erachtens niemanden eine Schuld, weil dort immer um die sexuelle Selbstbestimmung des Opfers im Mittelpunkt steht. Das ist doch im Falle von Ben und Lin nicht der Fall. Moralisch kann man das Verhalten durchaus verurteilen, und das nicht, weil sie etwas füreinander empfinden und diesem Empfinden letztlich nachgehen. Vielmehr haben sie die Folgen nicht bedacht. Lin wird Ben immer bevorzugen und damit in ihrer Rolle als Lehrerin die gebotene Neutralität vermissen lassen. Man kann, ich tue es aber nicht, weil das dich im Nachhinein heilbar wäre. Sind wir nicht alle hier, weil uns diese Sehnsucht plagt? Wir schreiben und lesen Geschichten übers Fremdgehen und wissen, dass es nicht in Ordnung ist, jemanden zu betrügen. Dann reden wir uns das alles schön und alle sind zufrieden. Das "Verbotene" reizt doch mehr, als das langweilige Alltägliche, und gerade deshalb sind wir doch hier. Insofern freue ich mich sehr auf weitere Geschichten von diesem Autor."