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Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

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Kim_F_Wolf
(@kim_f_wolf)
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Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 46
Themenstarter  

Feuer frei!

Das Thema "Cuckold" ist mir noch immer sehr wichtig. Diese Geschichte ist meine dritte dazu - und ich hoffe, dass ich endlich mein Feuer auf euch Leser*innen übertragen kann.

Lasst mich bitte wissen, ob ich es endlich geschafft habe, ein realistisches und glaubwürdiges Setting zu schaffen. Denn das ist mir sehr wichtig. Warum?
Keine Ahnung. Wahrscheinlich ist es die Gier nach fünf Sternen. Oder der Wunsch, euch das fühlen zu lassen, was auch ich beim Cuckolding empfinde: Hitze, Gier, Wachstum, Vertrauen und hemmungslose Lust.

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(@kanzler)
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Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 240
 

RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Hallo Kim,

Zuerst das Positive: Du schreibst flüssig und einfühlsam, hast einen schönen Stil und ein gutes Deutsch. Das haben wir dir auch schon per E-Mail geschrieben.

Zum anderen: Geschmäcker sind verschieden. Deshalb nehmen wir zum Inhalt keine Stellung. Eine offene Ehe, wie du sie beschreibst, ist nicht unser Ding. Viel zu viele (reale) Fälle haben wir in unserer Datenbank, in der das schiefging. Je offener, desto sicherer wird die Beziehung kaputtgehen, das ist nun mal statistisches Fakt.

Das Thema „Cuckolding“ ist sehr „speziell“ und wir können uns vorstellen, dass viele Leser es ablehnen. Wir verstehen auch nicht, was dich daran persönlich reizt. Was ist dir daran „wichtig“? Magst du es wirklich, wenn ein (Ehe-)Mann verspottet, erniedrigt und gedemütigt wird? Denn das ist der „Lifestyle“, für den sich dieser Begriff durchsetzt. Und dieser Lifestyle zerstört eine Ehe in jedem Fall (nahezu ausnahmslos).

Es mag ja Leser geben, deren Phantasie dadurch angeregt wird, aber allzu viele werden es nicht sein, nicht auf dieser Plattform. Etwas anderes ist die Phantasie, seine Ehefrau bewusst zu teilen, aus welchen Gründen auch immer. Das törnt mehr Menschen an als man denken möchte.

Deine Geschichte ist, soweit ich das überblicke, KEINE Cuckold-Geschichte. Der Ehemann teilt ganz bewusst, um sich klarzuwerden, was er dabei empfindet. Es ist ganz „klassisches“ „Wifesharing“. Und ob es realistisch ist, dass man Eifersucht mit „wildem“ Fremdsex heilen kann? Aber in einer Phantasie ist vieles erlaubt, meint
mit besten Grüßen der Kanzler



   
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(@gonzo)
Famed Member Leser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 41
 

RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Schön geschrieben und ich finde das Thema spannend. Fand auch die Porno Geschichte sehr gut. Ist halt speziell aber da gibt es so viele Dinge, die außerhalb der Norm sind. Ich bin offen für alles und auch hier finde ich einiges, was mich reizt. Vielen Dank und Grüße aus dem Norden



   
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(@gutezeiten)
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Beigetreten: Vor 11 Monaten
Beiträge: 2
 

RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

@kanzler Ihr schreibt:"Das Thema „Cuckolding“ ist sehr „speziell“ und wir können uns vorstellen, dass viele Leser es ablehnen." Was soll diese Bemerkung? Natürlich wird nicht jeder Fetisch von einer Mehrzahl der Leser geteilt. Deshalb gibt es einen freien Text vorab, der beschreibt was einen erwartet. Mir erscheint vielmehr ihr wollt dieses Thema nicht auf der Plattform haben. Seid ihr die Plattform-Polizei? Daran anschließend steht der folgende Satz: "Wir verstehen auch nicht, was dich daran persönlich reizt." Braucht ihr auch nicht zu verstehen. Ist eine ganz persönliche Vorliebe der Autorin. Für mich eine übergriffige Frage.

 



   
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(@kanzler)
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Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 240
 

RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Hallo guten Abend, „gutezeiten“,

Ob eine Frage übergriffig ist oder nicht, ist, wie du richtig schreibst („für mich“) eine persönliche Sache. Für uns ist sie nicht übergriffig. Wir haben dazu eine schnelle Rundfrage bei den Psychologen des psychologischen Dienstes unseres Büros gestartet und eine einhellige ebensolche Antwort erhalten. Wir sind uns also sicher.

Wenn du unseren Kommentar vom 14. Juni genau liest, wirst du (vielleicht) zwei Dinge verstehen: Zum einen weisen wir die Autorin darauf hin, dass sie nicht über „Cuckolding“ schreibt, sondern über „Wifesharing“. Das ist ein sehr großer Unterschied und darüber hatten wir auch schon E-Mail-Kontakt mit ihr. Insofern ist der Titel falsch gewählt.

Zum zweiten sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein, was Cuckolding bedeutet. Es ist kein „Fetisch“, sondern das Leben in einer Beziehung, die zunehmend toxisch wird (werden muss). Die beiden Kennzeichen sind für den Mann Erniedrigung und Kontrollverlust.

Wir haben in den Jahren 2011 bis 2019 insgesamt 188 sogenannte „Cuckold-Paare“ bzw. Ex-Paare interviewt. Das war schwierig, denn solche gibt es (zum Glück) selten. Bis auf 2 waren alle nach spätestens fünf Jahren getrennt. Wenn dich das interessiert, können wir gerne nach Gründen aufschlüsseln. Tatsächlich gab es ihm Rahmen der Trennungen drei Suizid-Versuche, von denen einer leider letal ausging.

Wir sind natürlich nicht die „Plattform-Polizei“ und was auf dieser Plattform gewollt ist oder nicht, entscheidet allein die Administration. Wir haben auch überhaupt kein Problem mit beliebigen Themen, um Himmels willen, jede(r) soll schreiben, was er/sie mag.

Aber generell gilt, dass die Kommentarfunktion dazu da ist, Kritik zu üben, positive wie negative, und Fragen zu stellen. Außerdem hat die Autorin absolut selbst zu Feedback aufgefordert. Sie hat den „Cuckolding-Lifestyle“ als für sie „wichtig“ dargestellt.

Wir haben unser Feedback gegeben und nur eine einfache Frage gestellt, nämlich warum der Autorin dieser „Lifestyle“ angesichts seines Zerstörungspotenzials „wichtig“ ist, losgelöst von ihrer Wifesharing-Geschichte. Das betrachten wir als legitim.

Und wenn ein Autor eine Geschichte veröffentlicht, dann muss er das auch aushalten können. Wir empfehlen, mal die Kommentare zu den ersten Teilen unserer Serie anzuschauen, meinen mit besten Grüßen
der Kanzler und seine Ehefrau



   
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(@burak)
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Beigetreten: Vor 2 Jahren
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RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Hallo Kanzler,

auch wenn der Thread hier eigentlich über das Buch an sich handeln soll, denke ich aufgrund des Titels, dass es okay ist, wenn ich mit in die Diskussion einsteige. Zuerst einmal: Ja, du hast recht. Das Buch handelt in der Tat eher vom klassischen „Wifesharing“. Ich finde es auch absolut legitim, dass du der Autorin deine Frage gestellt hast und Feedback übst – genau dafür sind solche Kommentarfunktionen schließlich da.

Jedoch widerspreche ich deiner These, dass Cuckolding kein Fetisch sei. In der Psychologie und Sexualwissenschaft wird ein Fetisch als eine sexuelle Vorliebe definiert, bei der bestimmte Objekte, Körperteile oder eben spezifische Situationen und Handlungen im Zentrum der sexuellen Erregung stehen. Beim Cuckolding sind exakt die von dir genannten Faktoren – wie etwa der temporäre Kontrollverlust oder die lustvolle, einvernehmliche Demütigung – der eigentliche sexuelle Reiz. Es fällt damit eindeutig unter den Begriff des psychologischen Fetischs. Dass du zu diesem Fetisch eine ganz explizite Meinung hast, ist ja schon durch vorangegangene, ältere Diskussionen bewiesen. Und ja, ich stimme dir zu: Dieser Fetisch zieht leider oft bzw. sehr oft das Scheitern einer Beziehung nach sich.

Dennoch handelt es sich um einen Fetisch, und es gibt eben auch Paare, die dies in vollkommener Harmonie mit sich selbst ausleben, weil sie extrem klare Grenzen und eine sehr offene Kommunikation pflegen. Ich kann absolut verstehen, dass sich diese durch deine pauschalisierende Wortwahl angegriffen fühlen, wenn ihrer Beziehungsdynamik unweigerlich das Stigma „toxisch“ aufgedrückt wird. Diesen Menschen ihren gewählten Lebensweg abzusprechen ist natürlich nicht von dir beabsichtigt, und vielleicht denkst du einfach mal darüber nach deine tatsächlich zum größten Teil treffende Analyse anders zu verpacken. Denn ich glaube gerade deine Familie weiß, dass man auch abseits der Norm sehr glücklich sein kann.

Liebe Grüße ( auch an den Rest deiner Familie) 

Burak 



   
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(@kanzler)
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Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 240
 

RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Hallo Burak,

zunächst danke für deine lieben Grüße, ich habe sie gerne weitergegeben und Grüße zurück. Valentina lässt mitteilen (da du dich letztes Jahr ja für ihre kleine Familie interessiert hast), dass es bei ihr etwas Neues gibt: Nach ihrer Eheschließung vor zwei Jahren in den Emiraten hat am letzten Wochenende auch in Deutschland geheiratet.

Es ist überraschend, dass du uns zumindest teilweise recht gibst 😊, trotzdem werden wir mit dir nicht über psychologische oder sexualmedizinische Themen diskutieren. Das führt nicht weiter, unser diesbezüglicher Hintergrund ist dir nicht unbekannt und man kann schließlich alles, was ein Netzwerk von Fachleuten sagt, ablehnen.

Aber es stimmt, der Begriff „Fetisch“ kennt verschiedene Definitionen. In der großen Mehrzahl geht es nur um „Gegenstände“ (auch Körperteile), aber es gibt Deutungen, die „Situationen“ mit einschließen. Alles gut. Aber ein „Fetisch“ sollte das Leben bereichern, sollte Lust erzeugen, sollte für zwei oder eine Gruppe von Menschen spannend und reizvoll sein. Eine „Situation“ jedoch, die zu Zerstörung bis hin zum Suizid führt, ist für uns kein „Fetisch“, ganz und gar nicht, und da sind wir mit unseren Psychologen einig.

Und wir haben NICHT „zu diesem Fetisch („Cuckolding“) eine bestimmte explizite Meinung“. Es ist keine „Meinung“, sondern das klare Ergebnis von Recherchen, übrigens mittlerweile nicht nur von uns.

Und noch etwas: es geht beim „Cuckolding“ NICHT um einen temporären Kontrollverlust, sondern einen sich laufend wiederholenden bis permanenten. Es stimmt, für einige Stunden „die Kontrolle abzugeben“ kann lustvoll sein, das wissen wir aus eigener Erfahrung. Aber das wird nur „erfolgreich“ sein, wenn man allen beteiligten Personen volles Vertrauen schenken kann.

Und dort gibt es eine Exit-Möglichkeit und die gibt es beim Cuckolding nicht, weil eben „Kontrollverlust“. Der Mann muss alles akzeptieren, was seine Frau und der oder die Dritten „anordnen“. Er hat kein Mitspracherecht, sie machen, was sie wollen, und das nicht temporär, sondern mehr und mehr permanent. Das kann so weit gehen, dass der Mann auf Dauer sogar die Kontrolle über sein eigenes Sexleben verliert. Es wird ihm „befohlen“, was er wann zu tun hat. In der Hälfte der Fälle, die wir untersucht haben, war genau das der Fall.

Nun zur „lustvollen, einvernehmlichen Demütigung“. Wir wissen nicht, was du unter diesem Begriff genau verstehst. es kann vieles sein. Wenn du „Unterordnung (Submission)“ meinst, ist das unter „Kontrollverlust“ eigentlich abgedeckt. Wenn du „Soft-SM“ meinst, hat das mit Cuckolding gar nichts zu tun. Wenn du allerdings das meinst, was wir (und die Psychologie) unter „Erniedrigung“ verstehen, nämlich das systematische Verspotten des Mannes durch die Frau und andere Männer (egal aus welchen Gründen), das Verächtlichmachen seiner sexuellen Performance mit dem Ergebnis, dass er letztendlich mit seiner eigenen Frau keinen Sex mehr haben darf (weil seine Frau „nicht mehr ihm gehört“, siehe deine Buchreihe), und in der nächsten Steigerungsstufe das Ausbreiten dieser Erniedrigung vor anderen Personen (Familie, Freunde, Kollegen) und damit das Lächerlichmachen des Mannes vor seinem sozialen Umfeld, dann, ja dann sind wir beim „Cuckolding“.

Und dass das auf Dauer kein Mann aushalten wird, liegt auf der Hand. Und dass eine Frau, die so etwas tut, ganz bestimmt keine Liebe (mehr) für ihn empfindet, wohl auch. Und in der Psychologie ist mittlerweile unbestritten, dass bei beiden vermutlich ein erheblicher Therapiebedarf besteht.

Deshalb würde uns außerordentlich interessieren, wie ein Ehepaar „lustvolle, einvernehmliche Demütigung“ deiner Meinung nach erleben soll, sodass niemand psychisch zu Schaden kommt und der Ehemann das als „lustvoll“ empfindet.

Also: Cuckolding ist NICHT „temporärer Kontrollverlust und lustvolle, einvernehmliche Demütigung“, es ist ein dauerhafter Zustand, ein „Lifestyle“, und auf Dauer auf Kosten und zum Schaden des Mannes. Es kann „sanft“ beginnen, auch zunächst „lustvoll“ für den Mann und dann enden, wie oben beschrieben.

Das ist die Definition, die sich in der Welt der Psychologie durchsetzt (sehr schnell) und die ich (Marco) in meinen Vorträgen verwende.

Wir brauchen unsere Aussagen nicht zu „verpacken“. Wir sprechen und schreiben immer Klartext. Natürlich sprechen wir Paaren nicht ihren selbstgewählten Lebensweg ab, den sie „in vollkommener Harmonie und klaren Grenzen ausleben“, ganz sicher nicht, alle sollen nach ihren Wünschen „selig“ werden. Wir haben nur auf das Vorwort der Autorin und einen Kommentar reagiert, mehr nicht.

Und wenn ein Paar tut, was du beschreibst, ist das kein Cuckolding. Denn beim Cuckolding gibt es keine klaren Grenzen (wer sollte sie definieren?) und nach einer relativ kurzen Zeit auch keine Harmonie und keine offene Kommunikation mehr. Deshalb greifen wir mit unseren Aussagen über Cuckolding ein solches Paar auch nicht an.

Beste Grüße vom
Kanzler-Ehepaar



   
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(@burak)
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Beigetreten: Vor 2 Jahren
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RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Hallo Kanzler,

vielen Dank für deine wie stets immer  ausführliche Antwort und die lieben Grüße, die ich natürlich gerne erwidere. Es freut mich wirklich sehr für Valentina zu hören, dass sie nun auch hier in Deutschland geheiratet hat. Das sind tolle Neuigkeiten. Richte ihr bitte meine herzlichsten Glückwünsche aus.

Was unser eigentliches Thema angeht, ob dies nun ein Fetisch ist oder nicht,  möchte ich dir in einem winzigen Detail sogar recht geben: Wenn wir die Begrifflichkeiten extrem streng nach klinischen Diagnosemanualen wie dem DSM-5 oder der ICD-11 auslegen, bezieht sich der Fachbegriff "Fetischismus" tatsächlich in erster Linie auf unbelebte Objekte oder spezifische Körperteile. Da Cuckolding eine komplexe zwischenmenschliche Verhaltensweise ist, die vor allem aus Elementen des Voyeurismus und Masochismus besteht, spricht man hier wissenschaftlich ganz präzise von einer "Paraphilie" (einer atypischen sexuellen Vorliebe). Da die Begriffe im allgemeinen Sprachgebrauch Synonym verwendet werden, habe ich diese Formulierung gewählt. 

Dein eigentlicher Denkfehler liegt jedoch in der Begründung, warum Cuckolding für euch keine Paraphilie beziehungsweise kein Fetisch sei. Du schreibst sinngemäß, etwas, das zur Zerstörung führt, könne kein Fetisch sein, und berufst dich dabei auf eure Recherchen und ein "Netzwerk von Fachleuten". In einer sachlichen Diskussion ist es allerdings unabdingbar, konkrete wissenschaftliche Quellen zu benennen. Solch pauschale Aussagen sind leider keine überprüfbare Quelle.

Die moderne Sexualwissenschaft trennt nämlich messerscharf zwischen der reinen Vorliebe (der Paraphilie) und einer klinischen Störung. Eine Paraphilie beschreibt erst einmal völlig wertfrei das Vorhandensein eines spezifischen Erregungsmusters. Ob ein Paar dies nun gesund auslebt oder ob die Dynamik in emotionalen Missbrauch und permanenten, unfreiwilligen Kontrollverlust abrutscht – also zu einer echten Störung wird –, ändert absolut nichts an der grundlegenden Klassifizierung der Vorliebe an sich.

Wenn man sich die aktuelle, evidenzbasierte Fachliteratur ansieht, die sich explizit mit Cuckolding auseinandersetzt, ergibt sich ein völlig anderes Bild als eures. Ich beziehe mich hier beispielsweise auf die Untersuchungen des klinischen Psychologen Dr. David Ley ("Insatiable Wives") oder auf die groß angelegten Studien von Dr. Justin Lehmiller. Deren empirische Daten zeigen ganz klar: Entgegen dem Klischee des zwanghaft leidenden, systematisch verspotteten Mannes weisen Paare, die diesen Lebensstil pflegen, oft eine überdurchschnittlich offene Kommunikation auf. Die Praxis wird mehrheitlich als luststeigernd und bindungsfördernd erlebt, eben weil sie auf streng verhandelten Regeln und Konsens basiert.

Ihr beschreibt in eurer Analyse sehr treffend die Mechanik von toxischen Beziehungen, bei denen jeglicher Konsens wegbricht. Es ist jedoch ein wissenschaftlicher Trugschluss, dieses pathologische Extrem als allgemeingültige Definition heranzuziehen und den Paaren, die das harmonisch leben, abzusprechen, dass sie "echtes" Cuckolding betreiben.

Um das abschließend noch transparent zu machen: Ich selbst bin kein praktizierender Anhänger dieser sexuellen Spielart. Wäre ich es, würde ich dennoch versuchen, sie von meiner Familie fernzuhalten, da ich die potenziellen Gefahren ebenfalls als zu groß erachte. Wie schon erwähnt, sind wir uns in diesem Punkt ja völlig einig. Nichtsdestotrotz bleibt es eine anerkannte sexuelle Präferenz, und wie durch die zitierte wissenschaftliche Forschung bewiesen ist, gibt es eben sehr wohl Paare, die sie ausleben, ohne in destruktive Extreme abzudriften. 

Beste Grüße,
Burak



   
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(@kanzler)
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RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Hallo Burak,

normalerweise führen wir keine fachlichen Diskussionen in den Kommentarspalten eines Erotikportals, sondern nur per E-Mail (oder natürlich persönlich), aber jetzt sind wir da „hineingeschlittert“. Eigentlich haben wir nur der Autorin einer sogenannten „Cuckolding“-Geschichte eine simple Frage gestellt. Eigenartigerweise hat sie nicht geantwortet, obwohl sie selbst zum Feedback aufgefordert hat. Damit wäre für uns der Fall erledigt gewesen, wären wir nicht angegangen worden (Achtung süddeutsch 😊).

Mit diesem Beitrag ist jedoch Schluss, wir haben nicht die Absicht, die Diskussion fortzuführen. Auch unsere Tochter (die sich übrigens für deine Wünsche sehr herzlich bedankt) hat ja vor einigen Monaten erkannt, dass es nicht viel Sinn macht, als studierte Psychologin mit dir über ihr ureigenes Gebiet zu diskutieren. So sehen wir das auch.

Es gibt sicher zigzehntausende Ausarbeitungen zum menschlichen Sexualverhalten, möglicherweise ist nichts in der Welt der Wissenschaft so gut untersucht. Und es gibt alles, was es in anderen Wissensbereichen auch gibt, unterschiedliche Ergebnisse, die sich widersprechen, verschiedene „Auffassungen“, gute und schlechte Studien. Niemand auf der Welt wird den gesamten Überblick haben können, auch unser Archiv nicht, bei Weitem nicht, obwohl es mittlerweile zu den bestsortierten in der westlichen Welt gehört, was Recherchen, Analysen und statistische Aussagen angeht.

Es zeugt von großem Engagement, Hut ab, sich als Laie autodidaktisch derart viel anzueignen, wie du es anscheinend getan hast. Du zitierst bestimmte Studien (wobei wir uns ehrlich gesagt nicht die Mühe gemacht haben, zu prüfen, ob wir sie in unserem Archiv haben, aber das ist auch für das Weitere unerheblich) und hast dir daraus eine Meinung gebildet.

Das ist okay. Bitte den „Laien“ nicht falsch zu verstehen, wird sind das ja auch, zumindest gewesen. Alles, was wir dazu wissen, ist unserem Netzwerk geschuldet, mit ganz wenigen Ausnahmen, wie die von uns selbst durchgeführte Cuckolding-Studie. Aber auch deren Teilnehmer haben wir nicht selbst aufgespürt, es waren Nennungen aus unserem Netzwerk.

Immerhin können wir auf mehr als achtzig korrespondierende Psychologen und Sexualmediziner (universitäre und praktische Fachleute) in Westeuropa und Nordamerika zurückgreifen (seit Januar sind drei aus Südamerika dazugekommen) und das ist die Basis, mit deren Hilfe ich (Marco) operiere, meine Fachartikel schreibe und meine Vorträge halte. Und so schlecht oder falsch können die nicht sein, denn wir leben ganz gut davon 😊.

Auch in unserem Netzwerk sind nicht immer alle derselben Meinung, auch hier gibt es Widersprüchlichkeiten, es wäre unlogisch, wenn nicht. Aber: Es gibt einen grundlegenden Konsens, der bei Ehepaartherapeuten ganz allgemein Basis ihrer Tätigkeit ist, und das sind zwei Punkte: Erstens: Je offener (in sexueller Hinsicht) eine Beziehung geführt wird, desto gefährdeter ist sie. Und zweitens: Eine Beziehung, in der die Augenhöhe (massiv) leidet, geht irgendwann zugrunde. Im sexuellen Bereich ist das gegeben bei einseitigem Fremdsex, wenn zum Beispiel laufend und ohne Ausnahme nur Wifesharing oder Husbandsharing betrieben wird oder eben beim „Cuckolding“.

Wir sprechen dir deine Meinung nicht ab. Wir werden nicht prüfen, wie aussagekräftig die Quellen sind, die zu zitierst, wozu auch?

Timeout: Oberflächlich betrachtet ist der Titel „Insatiable wives“ eher merkwürdig. „Insatiable“ (unersättlich) drückt es ja schon aus: „impossible to satisfy“. Das bedeutet (beginnende) Nymphomanie und das ist eine Erkrankung. Ein Ehemann, der das durchhält, hat ein riesiges Toleranzpotenzial. Und ja, natürlich, wäre so etwas toxisch.

Unsere Aussagen speisen sich aus realen Fällen, die wir selbst interviewt haben. Und selbstredend aus entsprechenden Aussagen aus unserem Netzwerk. In einigen meiner (Marcos) Vorträge behandle ich unter vielem anderen die Gefährdung von Ehen durch eher einseitige Sexpraktiken. Zu einem solchen würde ich dich gerne einladen, aber das geht leider nicht.

Wenn ich vor Paartherapeuten referiere, sind diese begierig, ein Instrumentarium in die Hand zu bekommen, um Prognosen für solche Paare erstellen zu können. Denn (einseitiges) Wifesharing und Cuckolding sind selten und tauchen in psychologischen Praxen nur vereinzelt auf. Und wenn es Studenten sind, dann haben die bisher keinen realen Bezug dazu gehabt. Sie kennen die Begriffe nur vom Surfen auf Pornoseiten.

Zum Begriff „Fetisch“: Wir haben keinen „Denkfehler“ dabei. Wir haben deutlich ausgesprochen, dass ein Fetisch, der zerstörerisch wirkt, FÜR UNS kein Fetisch ist. Da herrscht in unserem Netzwerk große Einigkeit. Wenn andere, also auch du, das anders sehen, so ist das okay für uns.

Und es ist ebenso okay für uns, wenn du „Cuckolding“ anders definierst als wir. Wir haben in unserer Mail-Kommunikation im letzten Jahr einmal geschrieben, dass „unsere“ Definition (sie stammt nicht von uns) sich in Fachkreisen langsam durchzusetzen beginnt. Einige aus unserem Netzwerk sind diesbezüglich Multiplikatoren, auch ich in meinen Vorträgen.

Du hast geschrieben: „Es ist jedoch ein wissenschaftlicher Trugschluss, dieses pathologische Extrem als allgemeingültige Definition heranzuziehen und den Paaren, die das harmonisch leben, abzusprechen, dass sie "echtes" Cuckolding betreiben.“

Der erste Teilsatz ist falsch. Es ist eine Frage der Definition und kein „wissenschaftlicher Trugschluss“. Und zum zweiten Teilsatz können wir nur sagen: „Echt jetzt?“ Du kennst Ehepaare, die „harmonisch etwas leben“ (was immer das ist, siehe weiter unten), und für die es wichtig ist, dass es akzeptiert wird, dass sie „echtes Cuckolding betreiben“? Also wir haben kein solches Paar kennengelernt, das sich an Definitionen klammert.

Der Begriff „Cuckold“ bedeutet ursprünglich „betrogener Ehemann“. Er ist also negativ besetzt, es geht um Betrug und Ehebruch, Fremdgehen der Frau ohne Wissen oder Zustimmung ihres Mannes. In der Trivialliteratur wird der Begriff weiter gefasst, er schließt Fremdsex der Frau mit Zustimmung des Mannes ein (eigentlich „Wifesharing“).

Wenn es nun um eine Begriffsdefinition im psychologischen Bereich geht, warum sollte man den Lebensstil eines Paares, der in Gleichklang und Harmonie gelebt wird, mit einem Ausdruck belegen, der Betrug und Bruch signalisiert? Das wäre doch unlogisch, oder? Warum also sollte Cuckolding als Synonym für Wifesharing verwendet werden?

Es wundert uns nur deine Argumentation. Mehrfach hast du (im Mailverkehr mit uns und zuletzt als Kommentar zu Valentina) dargelegt, dass du unsere Definition vom Cuckolding und die Abgrenzung zum Wifesharing teilst. Aber jetzt eigenartigerweise nicht (mehr). Jetzt erweiterst du den Begriff Richtung „lustvolle Gemeinsamkeit“ oder was immer. Das kannst du machen, aber da widersprichst du dir selbst.

Praktisch alle „Cuckolding“-Paare, deren Fälle wir studieren konnten, haben mit einem Wifesharing-Lebensstil begonnen. Lustvoll, harmonisch, ja, alles das, auch temporäre Abgabe der Kontrolle, dazu haben wir schon mehrfach geschrieben. Es gibt dabei aber einen wesentlichen Erfolgsparameter, und der heißt „Maßhalten“. Lustvoller Fremdsex, egal in welcher Form und Ausprägung, bleibt nur dann lustvoll, wenn er nicht zu oft wiederholt wird. Sonst wird er zur Routine und dann verliert er den speziellen Reiz. Es liegt (leider) in der menschlichen Natur, in diesem Fall „mehr“ zu wollen. Und das heißt, es werden Grenzen verschoben, Grenzen, die vorher gemeinsam festgelegt worden sind, in eine Richtung, die irgendwann für den Ehemann nicht mehr tragbar sind. Wenn dann der Kontrollverlust permanent wird und Erniedrigung im sozialen Umfeld bekannt wird.

Mach‘ dir nichts vor, lieber Burak, wir kennen einfach zu viele Praxisfälle. Das Verschieben von Grenzen ist nicht nur beim Cuckolding ein Thema, es durchzieht die gesamte Praxis der Sexualpsychologie. Aber bleiben wir beim Thema: Es ist beim Sprung zum Cuckolding nicht nur die Ehefrau, die Grenzen verschiebt. Was du in der gesamten Argumentation bisher ausgeblendet hast, ist, dass diese Sex-Spielart nicht das Ehepaar allein betrifft. Es gibt mindestens eine weitere Person, meist einen Mann (oder mehrere), nennen wir ihn oder sie den „Dritten“. Das Ehepaar kann noch so harmonisch und loyal agieren, wenn der Dritte eigene Vorlieben oder Interessen hat, naja, was dann?

Deshalb wäre totales Vertrauen so wichtig, ist aber in der Realität leider oft nicht der Fall.

Aber wie auch immer, wir erzählen aus der Praxis und genau das tue ich (Marco) auch in meinen Vorträgen. „Regeln und Konsens“ sind essentiell, da geben wir dir Recht, können aber oft brüchig sein.

Was wir in deinem jüngsten Kommentar voll und ganz unterstreichen können, ist der letzte Absatz dort. Du bist kein „praktizierender Anhänger“. Super! Mach‘ das bitte niemals! Sobald Kontrollverlust oder Erniedrigung stattfindet und vor allem ein Dritter „das Sagen hat“, wirst du das niemals von deiner Familie fernhalten können. Du räumst damit ja selbst die potenziellen Gefahren dessen ein, von dem du behauptet hast, dass Paare das „in vollkommener Harmonie ausleben“.

Wir haben Beispiele genannt, ab wann dieser „Fetisch“ toxisch wird. Uns würde sehr interessieren, wie du deine pauschalen Begriffe präzisierst. „Die Praxis wird mehrheitlich als luststeigernd und bindungsfördernd erlebt“, schreibst du. Welche „Praxis“ denn genau? Nenne uns doch Beispiele, was diese Ehepaare genau machen! Und wir warten immer noch auf deine Erklärung, was du unter „lustvoller Demütigung“ verstehst.

Wir beenden in jedem Fall die Diskussion an dieser Stelle, sie war von uns unter dieser Geschichte gar nicht geplant. Wir glauben auch nicht, dass du uns detaillierte Antworten lieferst, du hast uns noch nie konkrete Einzelbeispiele genannt. Wenn du das doch willst, dann herzlich gerne an unsere Mailadresse.

Beste Grüße
vom Kanzler-Ehepaar



   
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(@burak)
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Beigetreten: Vor 2 Jahren
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RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Hallo Kanzler,

schade, dass du dich aus der Diskussion zurückziehst. Da du meine Argumente jedoch mit recht weitreichenden Behauptungen abtust, möchte ich das nicht völlig unkommentiert im Raum stehen lassen. Wer für sich mit solchem Nachdruck eine wissenschaftliche Autorität beansprucht, sollte sich auch an deren Spielregeln halten.

Du berufst dich in deiner Argumentation unentwegt auf euer privates Archiv und ein elitäres „Netzwerk“ von Fachleuten. Das Problem dabei ist: Im anonymen Raum des Internets kann letztlich jeder behaupten, über exklusive Daten oder ein Heer an Experten zu verfügen. Genau aus diesem Grund ist in jedem seriösen Diskurs die Nennung von öffentlich publizierten, transparenten und überprüfbaren Quellen unabdingbar. Wer sich dieser Nachprüfbarkeit verweigert und rein auf die eigene, unüberprüfbare Autorität pocht, argumentiert nicht wissenschaftlich.

Wie schwierig dieser Ansatz ist, zeigt leider dein Umgang mit der von mir zitierten Fachliteratur. Ein Buch komplett ungelesen und allein anhand einer oberflächlichen Interpretation des Titels zu diskreditieren, entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Dass du dabei den Begriff „Nymphomanie“ bemühst, um den Buchtitel von Dr. David Ley abzuwerten, zeigt zudem, dass du Begriffe verwendest, die in der modernen Sexualmedizin längst als stigmatisierend und veraltet aus den Diagnosemanualen gestrichen wurden. Hättest du das Werk gelesen, wüsstest du: Ley pathologisiert hier niemanden, sondern untersucht evidenzbasiert, wie Paare offene Konzepte konsensual und bereichernd in ihren Alltag integrieren.

Zur Einordnung: Forscher wie Dr. Justin Lehmiller forschen am renommierten Kinsey Institute und veröffentlichen ihre empirischen Daten in international anerkannten, peer-reviewten Fachjournalen. Solche überprüften Arbeiten einfach beiseitezuschieben, weil sie nicht zur Meinung des eigenen Netzwerks passen, macht eine faktenbasierte Debatte unmöglich.

Das führt zu deinem zentralen methodischen Denkfehler: Du leitest aus euren 188 Fällen eine allgemeingültige Regel ab. Es steht völlig außer Frage, dass dies tragische Entwicklungen sind. Aus forschungsmethodischer Sicht unterliegst du hier jedoch einem massiven Selektionsbias. Paare, deren Dynamik in eine toxische Richtung kippt, landen naturgemäß in therapeutischen Praxen oder Krisennetzwerken. Jene Paare hingegen, die ihre Vorlieben sicher, harmonisch und ohne Leidensdruck leben, tauchen in deinen Akten logischerweise niemals auf. Wer seine allgemeinen Regeln für das menschliche Sexualverhalten ausschließlich aus einer klinischen Stichprobe von gescheiterten Beziehungen ableitet, zieht schlichtweg methodisch fehlerhafte Schlüsse.

Dass du zum Abschluss nach konkreten Einzelfällen und Praxisbeispielen für eine „lustvolle Demütigung“ fragst, ist zwar nachvollziehbar, bringt uns in einer sachlichen Betrachtung aber kaum weiter. Würde ich dir nun ein spezifisches Szenario beschreiben, könnten wir uns stundenlang in der subjektiven Interpretation genau dieses einen Falles verlieren. Anekdotische Evidenz – also der einzelne Fall – reicht nicht aus, um komplexe Beziehungsdynamiken allgemeingültig zu bewerten. Dafür braucht es den Blick auf breite, empirische Daten, und genau diese Studienlage belegt eben, dass psychologischer Masochismus von vielen Menschen im sicheren Rahmen gesund ausgelebt wird.

Wissenschaft lebt vom Diskurs und der Bereitschaft, die eigenen Thesen anhand neutraler Daten überprüfen zu lassen. Da wir in diesem elementaren Punkt offensichtlich nicht zusammenkommen, ist es in der Tat das Beste, die Diskussion hier zu beenden.

Ich wünsche dir und deiner Familie weiterhin alles Gute.

Beste Grüße,

Burak



   
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(@kanzler)
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RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Hallo Burak,

wie bereits geschrieben, geht unsere Diskussion hier nicht weiter. Wenn du das wirklich „schade“ findest, kannst du mich sehr gerne per E-Mail kontaktieren. Da kann ich gerne weiter Stellung beziehen.

Grundsätzlich ist es nicht richtig, dass ich deine „Argumente mit Behauptungen abtue“. Ich wüsste nicht wobei. Falls du es doch so empfindest, tut es mir leid, das will ich keinesfalls.

Im Gegenteil, ich will deine Argumente hören. Eine weitere Diskussion macht nämlich nur Sinn, wenn du meine Fragen beantwortest. Denn im Moment scheint unklar, worüber wir eigentlich reden. Einerseits teilst du unsere Definitionen und erklärst selbst, wie gefährlich diese (?) Praktik für deine Familie wäre, andererseits erzählst du von Studien, die belegen, wie viele Ehepaare diese Praktik (?) liebevoll, consensual und erfüllend leben. Das passt nicht zueinander. Du wirfst Schlagworte wie „lustvolle Demütigung“, „offene (?) Konzepte des Dr. Ley“ und „psychologischer Masochismus“ in die Diskussion, der von vielen (??) Menschen „gesund (??) ausgelebt“ wird, ohne konkret zu werden. Ich hätte gerne gewusst, was darunter zu verstehen ist. Nicht EINE Situation, sondern Beispiele, an denen man erkennen kann, was gemeint ist, natürlich nicht taxativ aufgezählt, sondern demonstrativ. Erst dann kann man sehen, wie weit wir entfernt sind.

ich werde auch weiterhin ganz sicher keine Quellen und Namen nennen. Ich habe meiner Familie absolute Anonymität versprochen und ich werde nichts tun, um diese auch nur ansatzweise zu gefährden. Wenn du mich für „nicht wissenschaftlich“ hältst, kann ich damit gut leben, es macht mir nichts. Ich betrachte mich auch nicht als Wissenschaftler, eher als „Praktiker“ und ich bin keine „Autorität“, sondern einer, der von vielen anderen gemachte Erfahrungen statistisch zusammenträgt und darauf aufbauend Wahrscheinlichkeiten ermittelt.

Ich habe auch nie behauptet, von 188 Fallbeispielen auf die gesamte Menschheit zu schließen. Aber diese und andere erlauben es, eben solche Wahrscheinlichkeiten (=Prognosen), abgeleitet von End- und Anfangszuständen und Werdegängen von Beziehungen, aufzustellen. Und so falsch liege ich augenscheinlich damit nicht, wenn ich die Rückmeldungen sehe, die ich dazu erhalte.

Und ich rede in dieser Diskussion nicht von „offenen Konzepten“, ich spreche ganz konkret über Cuckolding.

Aber ich bin bereit, dir eine Quelle zu nennen, jenen Professor aus den USA, den wir kennen und dessen Methode wir in unserem Büro dabei anwenden, nur diese eine Quelle. Jedoch nicht hier in der Öffentlichkeit selbstverständlich.

Es ist deine Entscheidung, ob du die Diskussion weiterführen möchtest oder nicht.

Viele Grüße
vom Kanzler



   
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(@burak)
Benutzer
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RE: Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

Hallo Kanzler,

dass du die Diskussion weiterhin beenden möchtest, respektiere ich natürlich. Auf den von dir konstruierten Widerspruch möchte ich aber dennoch kurz eingehen, da er den Kern unseres Missverständnisses sehr gut aufzeigt.

Du schreibst, meine Aussagen würden "nicht zueinander" passen, weil ich die Gefahren für meine eigene Familie betone, aber gleichzeitig Studien zitiere, in denen Paare diesen Lebensstil erfüllend ausleben. Doch das ist absolut kein Widerspruch. Es ist vielmehr die Grundvoraussetzung einer differenzierten Betrachtung: Ich kann eine spezifische Beziehungsdynamik für mich, mein Leben und meine eigene Partnerschaft als viel zu riskant und potenziell zerstörerisch ablehnen, und dennoch objektiv anerkennen, dass es andere Menschen gibt, die exakt das gesund, sicher und ohne Toxizität praktizieren. Meine ganz persönlichen Grenzen und Ängste definieren schließlich nicht die allgemeingültige Realität anderer Paare.

Dass es eben jene Paare gibt, die diese Praxis einvernehmlich und positiv in ihre Beziehung integrieren, ist keine bloße Behauptung von mir. Es ist durch die von mir bereits genannten Quellen wissenschaftlich bewiesen und für jeden objektiv nachlesbar.

Was deine erneute Forderung nach konkreten Beispielen betrifft, so verweise ich schlicht auf meinen vorherigen Beitrag. Ich habe dort bereits dargelegt, warum das Diskutieren über spezifische Beispiele dieses Fetischs wissenschaftlich nicht sinnvoll ist und uns bei einer objektiven Betrachtung nicht weiterbringt.

Du weigerst dich weiterhin, deine Quellen zu nennen, und begründest dies mit dem Schutz und der Anonymität deiner Klienten. Das vermischt allerdings zwei völlig unterschiedliche Dinge. Niemand verlangt von dir, Patientenakten, private Namen oder intime Details preiszugeben. Aber veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten unterliegen keiner Schweigepflicht. Im Gegenteil: Sie sind exakt dafür da, öffentlich zitiert, geteilt und überprüft zu werden. Das Argument der Geheimhaltung greift bei empirischer Fachliteratur schlichtweg nicht.

Wenn dir also eine anerkannte, veröffentlichte Arbeit vorliegt, die empirisch das Gegenteil meiner Quellen beweist – die also belegt, dass "Cuckolding" zwingend und unabhängig von der Kommunikation des Paares in die Zerstörung führt –, dann freue ich mich sehr, wenn du diese hier mit uns teilst. Das gefährdet niemanden und würde deiner Argumentation endlich die Nachprüfbarkeit verleihen, die in einem ernsthaften Diskurs unerlässlich ist.

Um unsere Diskussion abschließend auf den Punkt zu bringen: Wir sind uns in der Praxis eigentlich viel einiger, als es auf den ersten Blick scheint. Unsere größte Gemeinsamkeit besteht darin, dass wir beide das immense Gefahrenpotenzial dieser Dynamik erkennen. Wir stimmen völlig darin überein, dass ein unachtsames Verschieben von Grenzen unweigerlich zu Kontrollverlust, emotionaler Zerstörung und Toxizität führt, sobald Vertrauen und Kommunikation fehlen.

Der eigentliche Dissens liegt einzig und allein in der Schlussfolgerung. Du setzt Cuckolding grundsätzlich mit einer toxischen Abwärtsspirale gleich und gehst davon aus, dass dieser zerstörerische Verlauf unausweichlich ist. Ich hingegen stütze mich auf die moderne Sexualwissenschaft, die belegt: Ein Scheitern kommt bei mangelnder Kommunikation zwar vor, aber das einvernehmliche, gesunde und bindungsfördernde Ausleben dieser Vorliebe existiert eben auch – und darf den Menschen, die es harmonisch praktizieren, nicht einfach abgesprochen werden.

Da diese Diskussion jetzt ohnehin schon mehrfach von jedem von uns für beendet erklärt wurde :)), belassen wir es nun wirklich dabei. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!

Bis dahin,

dein Burak


Diese r Beitrag wurde geändert Vor 1 Monat von Burak

   
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