Cuckold – Wil...
 
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Cuckold – Wilder Sex gegen Eifersucht (Teil 1 von 2) veröffentlicht am 13.06.2026

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Kim_F_Wolf
(@kim_f_wolf)
Benutzer
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 45
Themenstarter  

Feuer frei!

Das Thema "Cuckold" ist mir noch immer sehr wichtig. Diese Geschichte ist meine dritte dazu - und ich hoffe, dass ich endlich mein Feuer auf euch Leser*innen übertragen kann.

Lasst mich bitte wissen, ob ich es endlich geschafft habe, ein realistisches und glaubwürdiges Setting zu schaffen. Denn das ist mir sehr wichtig. Warum?
Keine Ahnung. Wahrscheinlich ist es die Gier nach fünf Sternen. Oder der Wunsch, euch das fühlen zu lassen, was auch ich beim Cuckolding empfinde: Hitze, Gier, Wachstum, Vertrauen und hemmungslose Lust.

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(@kanzler)
Benutzer
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 220
 

Hallo Kim,

Zuerst das Positive: Du schreibst flüssig und einfühlsam, hast einen schönen Stil und ein gutes Deutsch. Das haben wir dir auch schon per E-Mail geschrieben.

Zum anderen: Geschmäcker sind verschieden. Deshalb nehmen wir zum Inhalt keine Stellung. Eine offene Ehe, wie du sie beschreibst, ist nicht unser Ding. Viel zu viele (reale) Fälle haben wir in unserer Datenbank, in der das schiefging. Je offener, desto sicherer wird die Beziehung kaputtgehen, das ist nun mal statistisches Fakt.

Das Thema „Cuckolding“ ist sehr „speziell“ und wir können uns vorstellen, dass viele Leser es ablehnen. Wir verstehen auch nicht, was dich daran persönlich reizt. Was ist dir daran „wichtig“? Magst du es wirklich, wenn ein (Ehe-)Mann verspottet, erniedrigt und gedemütigt wird? Denn das ist der „Lifestyle“, für den sich dieser Begriff durchsetzt. Und dieser Lifestyle zerstört eine Ehe in jedem Fall (nahezu ausnahmslos).

Es mag ja Leser geben, deren Phantasie dadurch angeregt wird, aber allzu viele werden es nicht sein, nicht auf dieser Plattform. Etwas anderes ist die Phantasie, seine Ehefrau bewusst zu teilen, aus welchen Gründen auch immer. Das törnt mehr Menschen an als man denken möchte.

Deine Geschichte ist, soweit ich das überblicke, KEINE Cuckold-Geschichte. Der Ehemann teilt ganz bewusst, um sich klarzuwerden, was er dabei empfindet. Es ist ganz „klassisches“ „Wifesharing“. Und ob es realistisch ist, dass man Eifersucht mit „wildem“ Fremdsex heilen kann? Aber in einer Phantasie ist vieles erlaubt, meint
mit besten Grüßen der Kanzler



   
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(@gonzo)
Famed Member Leser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 41
 

Schön geschrieben und ich finde das Thema spannend. Fand auch die Porno Geschichte sehr gut. Ist halt speziell aber da gibt es so viele Dinge, die außerhalb der Norm sind. Ich bin offen für alles und auch hier finde ich einiges, was mich reizt. Vielen Dank und Grüße aus dem Norden



   
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(@gutezeiten)
Benutzer
Beigetreten: Vor 9 Monaten
Beiträge: 2
 

@kanzler Ihr schreibt:"Das Thema „Cuckolding“ ist sehr „speziell“ und wir können uns vorstellen, dass viele Leser es ablehnen." Was soll diese Bemerkung? Natürlich wird nicht jeder Fetisch von einer Mehrzahl der Leser geteilt. Deshalb gibt es einen freien Text vorab, der beschreibt was einen erwartet. Mir erscheint vielmehr ihr wollt dieses Thema nicht auf der Plattform haben. Seid ihr die Plattform-Polizei? Daran anschließend steht der folgende Satz: "Wir verstehen auch nicht, was dich daran persönlich reizt." Braucht ihr auch nicht zu verstehen. Ist eine ganz persönliche Vorliebe der Autorin. Für mich eine übergriffige Frage.

 



   
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(@kanzler)
Benutzer
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 220
 

Hallo guten Abend, „gutezeiten“,

Ob eine Frage übergriffig ist oder nicht, ist, wie du richtig schreibst („für mich“) eine persönliche Sache. Für uns ist sie nicht übergriffig. Wir haben dazu eine schnelle Rundfrage bei den Psychologen des psychologischen Dienstes unseres Büros gestartet und eine einhellige ebensolche Antwort erhalten. Wir sind uns also sicher.

Wenn du unseren Kommentar vom 14. Juni genau liest, wirst du (vielleicht) zwei Dinge verstehen: Zum einen weisen wir die Autorin darauf hin, dass sie nicht über „Cuckolding“ schreibt, sondern über „Wifesharing“. Das ist ein sehr großer Unterschied und darüber hatten wir auch schon E-Mail-Kontakt mit ihr. Insofern ist der Titel falsch gewählt.

Zum zweiten sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein, was Cuckolding bedeutet. Es ist kein „Fetisch“, sondern das Leben in einer Beziehung, die zunehmend toxisch wird (werden muss). Die beiden Kennzeichen sind für den Mann Erniedrigung und Kontrollverlust.

Wir haben in den Jahren 2011 bis 2019 insgesamt 188 sogenannte „Cuckold-Paare“ bzw. Ex-Paare interviewt. Das war schwierig, denn solche gibt es (zum Glück) selten. Bis auf 2 waren alle nach spätestens fünf Jahren getrennt. Wenn dich das interessiert, können wir gerne nach Gründen aufschlüsseln. Tatsächlich gab es ihm Rahmen der Trennungen drei Suizid-Versuche, von denen einer leider letal ausging.

Wir sind natürlich nicht die „Plattform-Polizei“ und was auf dieser Plattform gewollt ist oder nicht, entscheidet allein die Administration. Wir haben auch überhaupt kein Problem mit beliebigen Themen, um Himmels willen, jede(r) soll schreiben, was er/sie mag.

Aber generell gilt, dass die Kommentarfunktion dazu da ist, Kritik zu üben, positive wie negative, und Fragen zu stellen. Außerdem hat die Autorin absolut selbst zu Feedback aufgefordert. Sie hat den „Cuckolding-Lifestyle“ als für sie „wichtig“ dargestellt.

Wir haben unser Feedback gegeben und nur eine einfache Frage gestellt, nämlich warum der Autorin dieser „Lifestyle“ angesichts seines Zerstörungspotenzials „wichtig“ ist, losgelöst von ihrer Wifesharing-Geschichte. Das betrachten wir als legitim.

Und wenn ein Autor eine Geschichte veröffentlicht, dann muss er das auch aushalten können. Wir empfehlen, mal die Kommentare zu den ersten Teilen unserer Serie anzuschauen, meinen mit besten Grüßen
der Kanzler und seine Ehefrau



   
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(@burak)
Benutzer
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 128
 

Hallo Kanzler,

auch wenn der Thread hier eigentlich über das Buch an sich handeln soll, denke ich aufgrund des Titels, dass es okay ist, wenn ich mit in die Diskussion einsteige. Zuerst einmal: Ja, du hast recht. Das Buch handelt in der Tat eher vom klassischen „Wifesharing“. Ich finde es auch absolut legitim, dass du der Autorin deine Frage gestellt hast und Feedback übst – genau dafür sind solche Kommentarfunktionen schließlich da.

Jedoch widerspreche ich deiner These, dass Cuckolding kein Fetisch sei. In der Psychologie und Sexualwissenschaft wird ein Fetisch als eine sexuelle Vorliebe definiert, bei der bestimmte Objekte, Körperteile oder eben spezifische Situationen und Handlungen im Zentrum der sexuellen Erregung stehen. Beim Cuckolding sind exakt die von dir genannten Faktoren – wie etwa der temporäre Kontrollverlust oder die lustvolle, einvernehmliche Demütigung – der eigentliche sexuelle Reiz. Es fällt damit eindeutig unter den Begriff des psychologischen Fetischs. Dass du zu diesem Fetisch eine ganz explizite Meinung hast, ist ja schon durch vorangegangene, ältere Diskussionen bewiesen. Und ja, ich stimme dir zu: Dieser Fetisch zieht leider oft bzw. sehr oft das Scheitern einer Beziehung nach sich.

Dennoch handelt es sich um einen Fetisch, und es gibt eben auch Paare, die dies in vollkommener Harmonie mit sich selbst ausleben, weil sie extrem klare Grenzen und eine sehr offene Kommunikation pflegen. Ich kann absolut verstehen, dass sich diese durch deine pauschalisierende Wortwahl angegriffen fühlen, wenn ihrer Beziehungsdynamik unweigerlich das Stigma „toxisch“ aufgedrückt wird. Diesen Menschen ihren gewählten Lebensweg abzusprechen ist natürlich nicht von dir beabsichtigt, und vielleicht denkst du einfach mal darüber nach deine tatsächlich zum größten Teil treffende Analyse anders zu verpacken. Denn ich glaube gerade deine Familie weiß, dass man auch abseits der Norm sehr glücklich sein kann.

Liebe Grüße ( auch an den Rest deiner Familie) 

Burak 



   
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(@kanzler)
Benutzer
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 220
 

Hallo Burak,

zunächst danke für deine lieben Grüße, ich habe sie gerne weitergegeben und Grüße zurück. Valentina lässt mitteilen (da du dich letztes Jahr ja für ihre kleine Familie interessiert hast), dass es bei ihr etwas Neues gibt: Nach ihrer Eheschließung vor zwei Jahren in den Emiraten hat am letzten Wochenende auch in Deutschland geheiratet.

Es ist überraschend, dass du uns zumindest teilweise recht gibst 😊, trotzdem werden wir mit dir nicht über psychologische oder sexualmedizinische Themen diskutieren. Das führt nicht weiter, unser diesbezüglicher Hintergrund ist dir nicht unbekannt und man kann schließlich alles, was ein Netzwerk von Fachleuten sagt, ablehnen.

Aber es stimmt, der Begriff „Fetisch“ kennt verschiedene Definitionen. In der großen Mehrzahl geht es nur um „Gegenstände“ (auch Körperteile), aber es gibt Deutungen, die „Situationen“ mit einschließen. Alles gut. Aber ein „Fetisch“ sollte das Leben bereichern, sollte Lust erzeugen, sollte für zwei oder eine Gruppe von Menschen spannend und reizvoll sein. Eine „Situation“ jedoch, die zu Zerstörung bis hin zum Suizid führt, ist für uns kein „Fetisch“, ganz und gar nicht, und da sind wir mit unseren Psychologen einig.

Und wir haben NICHT „zu diesem Fetisch („Cuckolding“) eine bestimmte explizite Meinung“. Es ist keine „Meinung“, sondern das klare Ergebnis von Recherchen, übrigens mittlerweile nicht nur von uns.

Und noch etwas: es geht beim „Cuckolding“ NICHT um einen temporären Kontrollverlust, sondern einen sich laufend wiederholenden bis permanenten. Es stimmt, für einige Stunden „die Kontrolle abzugeben“ kann lustvoll sein, das wissen wir aus eigener Erfahrung. Aber das wird nur „erfolgreich“ sein, wenn man allen beteiligten Personen volles Vertrauen schenken kann.

Und dort gibt es eine Exit-Möglichkeit und die gibt es beim Cuckolding nicht, weil eben „Kontrollverlust“. Der Mann muss alles akzeptieren, was seine Frau und der oder die Dritten „anordnen“. Er hat kein Mitspracherecht, sie machen, was sie wollen, und das nicht temporär, sondern mehr und mehr permanent. Das kann so weit gehen, dass der Mann auf Dauer sogar die Kontrolle über sein eigenes Sexleben verliert. Es wird ihm „befohlen“, was er wann zu tun hat. In der Hälfte der Fälle, die wir untersucht haben, war genau das der Fall.

Nun zur „lustvollen, einvernehmlichen Demütigung“. Wir wissen nicht, was du unter diesem Begriff genau verstehst. es kann vieles sein. Wenn du „Unterordnung (Submission)“ meinst, ist das unter „Kontrollverlust“ eigentlich abgedeckt. Wenn du „Soft-SM“ meinst, hat das mit Cuckolding gar nichts zu tun. Wenn du allerdings das meinst, was wir (und die Psychologie) unter „Erniedrigung“ verstehen, nämlich das systematische Verspotten des Mannes durch die Frau und andere Männer (egal aus welchen Gründen), das Verächtlichmachen seiner sexuellen Performance mit dem Ergebnis, dass er letztendlich mit seiner eigenen Frau keinen Sex mehr haben darf (weil seine Frau „nicht mehr ihm gehört“, siehe deine Buchreihe), und in der nächsten Steigerungsstufe das Ausbreiten dieser Erniedrigung vor anderen Personen (Familie, Freunde, Kollegen) und damit das Lächerlichmachen des Mannes vor seinem sozialen Umfeld, dann, ja dann sind wir beim „Cuckolding“.

Und dass das auf Dauer kein Mann aushalten wird, liegt auf der Hand. Und dass eine Frau, die so etwas tut, ganz bestimmt keine Liebe (mehr) für ihn empfindet, wohl auch. Und in der Psychologie ist mittlerweile unbestritten, dass bei beiden vermutlich ein erheblicher Therapiebedarf besteht.

Deshalb würde uns außerordentlich interessieren, wie ein Ehepaar „lustvolle, einvernehmliche Demütigung“ deiner Meinung nach erleben soll, sodass niemand psychisch zu Schaden kommt und der Ehemann das als „lustvoll“ empfindet.

Also: Cuckolding ist NICHT „temporärer Kontrollverlust und lustvolle, einvernehmliche Demütigung“, es ist ein dauerhafter Zustand, ein „Lifestyle“, und auf Dauer auf Kosten und zum Schaden des Mannes. Es kann „sanft“ beginnen, auch zunächst „lustvoll“ für den Mann und dann enden, wie oben beschrieben.

Das ist die Definition, die sich in der Welt der Psychologie durchsetzt (sehr schnell) und die ich (Marco) in meinen Vorträgen verwende.

Wir brauchen unsere Aussagen nicht zu „verpacken“. Wir sprechen und schreiben immer Klartext. Natürlich sprechen wir Paaren nicht ihren selbstgewählten Lebensweg ab, den sie „in vollkommener Harmonie und klaren Grenzen ausleben“, ganz sicher nicht, alle sollen nach ihren Wünschen „selig“ werden. Wir haben nur auf das Vorwort der Autorin und einen Kommentar reagiert, mehr nicht.

Und wenn ein Paar tut, was du beschreibst, ist das kein Cuckolding. Denn beim Cuckolding gibt es keine klaren Grenzen (wer sollte sie definieren?) und nach einer relativ kurzen Zeit auch keine Harmonie und keine offene Kommunikation mehr. Deshalb greifen wir mit unseren Aussagen über Cuckolding ein solches Paar auch nicht an.

Beste Grüße vom
Kanzler-Ehepaar



   
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(@burak)
Benutzer
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 128
 

Hallo Kanzler,

vielen Dank für deine wie stets immer  ausführliche Antwort und die lieben Grüße, die ich natürlich gerne erwidere. Es freut mich wirklich sehr für Valentina zu hören, dass sie nun auch hier in Deutschland geheiratet hat. Das sind tolle Neuigkeiten. Richte ihr bitte meine herzlichsten Glückwünsche aus.

Was unser eigentliches Thema angeht, ob dies nun ein Fetisch ist oder nicht,  möchte ich dir in einem winzigen Detail sogar recht geben: Wenn wir die Begrifflichkeiten extrem streng nach klinischen Diagnosemanualen wie dem DSM-5 oder der ICD-11 auslegen, bezieht sich der Fachbegriff "Fetischismus" tatsächlich in erster Linie auf unbelebte Objekte oder spezifische Körperteile. Da Cuckolding eine komplexe zwischenmenschliche Verhaltensweise ist, die vor allem aus Elementen des Voyeurismus und Masochismus besteht, spricht man hier wissenschaftlich ganz präzise von einer "Paraphilie" (einer atypischen sexuellen Vorliebe). Da die Begriffe im allgemeinen Sprachgebrauch Synonym verwendet werden, habe ich diese Formulierung gewählt. 

Dein eigentlicher Denkfehler liegt jedoch in der Begründung, warum Cuckolding für euch keine Paraphilie beziehungsweise kein Fetisch sei. Du schreibst sinngemäß, etwas, das zur Zerstörung führt, könne kein Fetisch sein, und berufst dich dabei auf eure Recherchen und ein "Netzwerk von Fachleuten". In einer sachlichen Diskussion ist es allerdings unabdingbar, konkrete wissenschaftliche Quellen zu benennen. Solch pauschale Aussagen sind leider keine überprüfbare Quelle.

Die moderne Sexualwissenschaft trennt nämlich messerscharf zwischen der reinen Vorliebe (der Paraphilie) und einer klinischen Störung. Eine Paraphilie beschreibt erst einmal völlig wertfrei das Vorhandensein eines spezifischen Erregungsmusters. Ob ein Paar dies nun gesund auslebt oder ob die Dynamik in emotionalen Missbrauch und permanenten, unfreiwilligen Kontrollverlust abrutscht – also zu einer echten Störung wird –, ändert absolut nichts an der grundlegenden Klassifizierung der Vorliebe an sich.

Wenn man sich die aktuelle, evidenzbasierte Fachliteratur ansieht, die sich explizit mit Cuckolding auseinandersetzt, ergibt sich ein völlig anderes Bild als eures. Ich beziehe mich hier beispielsweise auf die Untersuchungen des klinischen Psychologen Dr. David Ley ("Insatiable Wives") oder auf die groß angelegten Studien von Dr. Justin Lehmiller. Deren empirische Daten zeigen ganz klar: Entgegen dem Klischee des zwanghaft leidenden, systematisch verspotteten Mannes weisen Paare, die diesen Lebensstil pflegen, oft eine überdurchschnittlich offene Kommunikation auf. Die Praxis wird mehrheitlich als luststeigernd und bindungsfördernd erlebt, eben weil sie auf streng verhandelten Regeln und Konsens basiert.

Ihr beschreibt in eurer Analyse sehr treffend die Mechanik von toxischen Beziehungen, bei denen jeglicher Konsens wegbricht. Es ist jedoch ein wissenschaftlicher Trugschluss, dieses pathologische Extrem als allgemeingültige Definition heranzuziehen und den Paaren, die das harmonisch leben, abzusprechen, dass sie "echtes" Cuckolding betreiben.

Um das abschließend noch transparent zu machen: Ich selbst bin kein praktizierender Anhänger dieser sexuellen Spielart. Wäre ich es, würde ich dennoch versuchen, sie von meiner Familie fernzuhalten, da ich die potenziellen Gefahren ebenfalls als zu groß erachte. Wie schon erwähnt, sind wir uns in diesem Punkt ja völlig einig. Nichtsdestotrotz bleibt es eine anerkannte sexuelle Präferenz, und wie durch die zitierte wissenschaftliche Forschung bewiesen ist, gibt es eben sehr wohl Paare, die sie ausleben, ohne in destruktive Extreme abzudriften. 

Beste Grüße,
Burak



   
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