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Verbotene Gefühle,

Wie rettet man jemanden, ohne sich selbst darin zu verlieren? Linn will Ben nur helfen, doch aus Hilfe wird Verbundenheit – und aus Pflichtbewusstsein Liebe. Zwischen Klassenzimmer und Sehnsucht bröckelt jede Vernunft. Wie weit werden beide gehen, wenn das Herz alle Grenzen sprengt?
Fingern, Schule, Schüler, Beine, Lehrerin, Treffen, Maske, Chat, Zunge, beobachten

Verbotene Gefühle

von Burak
27.02.2026

Gesamt
4,97
Aufmachung
4,98
Schreibstil
4,98
Handlung
5,00
Charaktere
5,00
Umgebung
4,91
Erhaltene Bewertungen: 47

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Kommentare

Verwerflich?

Strafrechtlich gesehen, trifft meines Erachtens niemanden eine Schuld, weil dort immer um die sexuelle Selbstbestimmung des Opfers im Mittelpunkt steht. Das ist doch im Falle von Ben und Lin nicht der Fall. Moralisch kann man das Verhalten durchaus verurteilen, und das nicht, weil sie etwas füreinander empfinden und diesem Empfinden letztlich nachgehen. Vielmehr haben sie die Folgen nicht bedacht. Lin wird Ben immer bevorzugen und damit in ihrer Rolle als Lehrerin die gebotene Neutralität vermissen lassen.
Man kann, ich tue es aber nicht, weil das dich im Nachhinein heilbar wäre.
Sind wir nicht alle hier, weil uns diese Sehnsucht plagt? Wir schreiben und lesen Geschichten übers Fremdgehen und wissen, dass es nicht in Ordnung ist, jemanden zu betrügen. Dann reden wir uns das alles schön und alle sind zufrieden. Das "Verbotene" reizt doch mehr, als das langweilige Alltägliche, und gerade deshalb sind wir doch hier.
Insofern freue ich mich sehr auf weitere Geschichten von diesem Autor.

von Roman Tiker, 05.03.2026 08:41 Uhr

1

Liebe Frau Valentina,

danke für die Richtigstellung. Das Missverständnis bezüglich deiner Eltern tut mir leid. Da du die Diskussion beenden möchtest, respektiere ich das und fasse mich kurz.
Mein Argument für ein „Moralempfinden“ stützt sich auf die institutionelle Realität. Selbst rein sachlich betrachtet, bleibt das Problem der „systemischen Korruption“. Geht eine Lehrkraft – besonders in einem Kernfach, eine intime Beziehung zu einem Schüler ein, verliert sie ihre Rolle als neutraler „Gatekeeper“. Es geht hierbei weniger um private Freiheit als um die Integrität eines Bewertungssystems, auf das alle angewiesen sind.
Studien wie die von Hernandez zeigen: Die Akzeptanz schwindet exakt dort, wo Fairness durch Nähe bedroht wird. Das strenge Dienstrecht ist lediglich der kodifizierte Ausdruck dieses gesellschaftlichen Konsenses über professionelle Distanz.
Ich akzeptiere, dass wir hier verschiedene Schwerpunkte setzen. Alles Gute und viele Grüße, Burak

von Burak, 10.03.2026 12:04 Uhr

0

Es ist schade, aber ich will mich nicht …

in eine Diskussion verlieren, die keinen Sinn hat. Lieber Herr Burak, du hast noch nie irgendein Argument von mir angenommen (über „Cuckolding“ haben meine Eltern geschrieben, nicht ich). Ich werde nicht darüber streiten, was ich zum Thema „Moraltheorie“ gelernt habe. Auch habe ich versucht, darzulegen, dass es kein „gesamtgesellschaftliches“ Moralempfinden gibt, zu heterogen ist unsere „Gesellschaft“. „Moralisch nicht geduldet“ kann man daher nicht verallgemeinern. Vielleicht habe ich mich nicht gut genug ausgedrückt.

Im Archiv meiner Eltern gibt es 17 Untersuchungen zum Thema „Lehrer-Schüler“, aus USA, Kanada und Westeuropa. Und nicht nur wurden Schüler befragt, sondern repräsentative Querschnitte. Wie du von der von dir zitierten Studie auf die „gesamtgesellschaftliche Ebene übertragen“ kannst, wird mir ein Rätsel bleiben. Und woher willst du aus dieser Studie wissen, was die „Öffentlichkeit“ nach dem Abschluss denkt?

Damit genug und ebenfalls viele Grüße
Valentina

von Kanzler, 08.03.2026 18:41 Uhr

1

2

Es ist überaus spannend, dass die gesellschaftliche Akzeptanz für eine solche Verbindung unglaublich ansteigt, sobald die Schule verlassen wird. Wenn das formale Abhängigkeitsverhältnis durch einen Abschluss endet, betrachtet die Öffentlichkeit die Situation meist nur noch als private Partnerschaft mit Altersunterschied. Solange das institutionelle Gefälle jedoch existiert, bleibt es ganz klar dabei, dass eine solche Beziehung moralisch und vor allem dienstrechtlich nicht geduldet wird. Da gibt es schlichtweg keine zwei Meinungen.
Noch ein kleiner Hinweis von meiner Seite: Ein reiner Verweis auf ein „Archiv“ stellt in einer inhaltlichen Diskussion kein stichhaltiges Argument dar. Die Nennung oder Zitierung einer konkreten Studie wäre hingegen eines.
Es bleibt dabei, ich diskutiere sehr gerne und offen. Ich kann auch jede Haltung sehr gut verstehen, die besagt: „Ich habe damit null moralische Bedenken.“ Unterschiedliche Sichtweisen finde ich bei diesem Thema absolut spannend.
Viele Grüß

von Burak, 08.03.2026 10:33 Uhr

0

1

Liebe Frau Valentina,
schon in unserem Austausch zu einer anderen Geschichte habe ich dir gesagt, dass ich einige deiner Anmerkungen mit großem Interesse gelesen habe und dir dabei auch zustimmen konnte. Ein gutes Beispiel dafür ist deine Anmerkung zum Thema Cuckolding. Andere Aussagen waren für mich wiederum nicht nachvollziehbar. Um den Bogen in die Gegenwart zurückzuspannen: Deinen aktuellen Standpunkt erachte ich als grundlegend falsch.
Kommen wir zum Warum. Die einzige mir bekannte Studie, die mir im Vorfeld meines Buches zu dieser Thematik untergekommen ist, stammt von Frank Hernandez. Darin ging es im Wesentlichen darum, wie andere Schüler solche Beziehungen wahrnehmen, bewerten und ob sie diese melden. Schon bei den Mitschülern hängt die Akzeptanz und damit das moralische Empfinden stark davon ab, ob die Lehrkraft die betroffene Person direkt unterrichtet oder nicht.
Das Ganze lässt sich nahtlos auf die gesamtgesellschaftliche Ebene übertragen.

von Burak, 08.03.2026 10:32 Uhr

1

Nein, lieber Herr Burak,

wir liegen sicher nicht falsch. Unser Archiv trügt nicht. Wir haben nicht über ein „Abhängigkeitsverhältnis“ generell gesprochen. Davon gibt es viele Varianten mit unterschiedlichen Meinungen. Wir unterhalten uns ganz dediziert über ein Verhältnis zwischen Lehrer(in) (Single) und Schüler(in) (volljährig) und dazu gibt es klare Aussagen, und die decken sich nicht mit deinen.

Lieber Herr Burak, es ist mir schon bewusst, dass du alles anzweifelst, was von mir kommt, aber diesmal ist es nicht von mir, sondern aus unserem Archiv. Es ist eine Zusammenfassung diverser Studien, und das Ergebnis habe ich an Roman Tiker geschrieben. Aber es ist wie immer: Ich habe gelernt, dass ich dich mit meinen Argumenten nicht erreichen kann. Du kannst es deshalb annehmen oder ablehnen.

Übrigens: Das „Fremdgehen“ habe nicht ich angesprochen. Ich habe nur auf einen sehr verniedlichenden diesbezüglichen Kommentar reagiert, weil mein Vater mich dazu angeregt hat.
Liebe Grüße
von Valentina

von Kanzler, 07.03.2026 21:39 Uhr

1

Obwohl

Ich eine gute Diskussion zwar sehr schätze, schlage ich vor, dass wir beim eigentlichen Thema des Buches bleiben. Da Fremdgehen hier keine Rolle spielt, sollte dieser Punkt eher auf einer anderen Ebene debattiert werden. Was die moralische Vorstellung angeht, denke ich, dass ihr falsch liegt, Valentina und Kanzler: Es gibt sehr wohl einen Konsens darüber, dass Liebesbeziehungen innerhalb eines Abhängigkeitsverhältnisses moralisch problematisch sind. Inwieweit die seelische Verfassung des Schülers hier ebenfalls einfließt, muss am Ende jeder Leser für sich selbst entscheiden.
von Burak, 07.03.2026 20:55 Uhr

0

Lieber Herr Roman Tiker, (4)

ich bedanke mich sehr für Ihre einfühlsamen Worte. Ich habe den Beitrag an Sie auf Wunsch meiner Eltern geschrieben und versucht, nach bestem Wissen zu argumentieren. Danke auch, dass Sie mir erlauben, mich per E-Mail an Sie zu wenden. Aber das möchte ich nicht. Ich helfe nur meinen Eltern bei derem Postaufkommen.

Darf ich Sie auch bitten, mich zu duzen, falls Sie noch einmal schreiben wollen. Ich gehöre zur GenZ, bin noch 25 und alle duzen mich :).

Ich weiß nicht, wie intensiv Sie sich mit Moraltheorie beschäftigt haben. Ich durfte es, das war ein Schwerpunkt in meinem Psychologiestudium. Und Moral und Unmoral im Ehepaar- und Sexualverhalten begleiten mich während meiner Ausbildung zur Psychotherapeutin.

Sehen Sie mir bitte nach, dass es so nicht stimmt, wie Sie es schreiben. Moral ist heterogen, vielfältig und auch veränderlich. Ja, es gibt verschiedene Moralkodizes, die ganzen Bevölkerungsgruppen zu eigen sind, aber auch die müssen nicht einheitlich sein ...

von Kanzler, 07.03.2026 19:21 Uhr

0

Lieber Herr Roman Tiker, (5)

… Die Moralvorstellungen der Jesuiten sind andere als die von Swingerklub-Besuchern, die „christliche Moral“ unterscheidet sich von der von Buddhisten. Polyamor lebende Menschen haben andere Moralvorstellungen als monogame. Und das, was man in der Gesellschaft als „allgemeine“ Moral versteht, ist heute eine andere als vor 100 Jahren. Jede Kultur, jede geschichtliche Zeit, jede Gruppe kann oder wird eigene Moralkodizes haben. Die mit uns befreundete arabische Familie lebt in den Emiraten in einer Gesellschaft, deren Moral, deren „gemeinsamen Standpunkt“ (wie Sie das schreiben) sich von dem in Mitteleuropa erheblich unterscheidet. Und schließlich ist Moral auch sehr persönlich: Der eine sieht in einer Affäre nichts Unmoralisches (es gäbe ja „Gründe“ dafür), für den anderen ist so eine moralisch verwerflich. Man misst eine Handlung immer an seinen eigenen (persönlichen) Prinzipien (habe ich bereits geschrieben).

Es gibt genügend Untersuchungen zum Thema „Lehrer-Schüler“ ...

von Kanzler, 07.03.2026 19:20 Uhr

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Lieber Herr Roman Tiker, (6)

... Die von Ihnen genannte „gemeinsame Ansicht“ gibt es nur, wenn der Schüler minderjährig ist oder der Lehrer verheiratet ist. Single-Lehrer(in) und volljährige(r) Schüler(in) wird zum größeren Teil als NICHT moralisch problematisch gesehen. –

Nein, Sie haben beim Thema „Fremdgehen“ keinen wunden Punkt bei mir getroffen. Natürlich hätten Sie das nicht ahnen können, da müssen Sie nichts bedauern, alles gut. Ich bin seit zwei Jahren glücklich verheiratet. Mein Mann stammt aus den Emiraten und obwohl wir ähnlich denken, haben auch wir unsere Moralvorstellungen erst „unter einen Hut bringen“ müssen.

Im Rahmen meiner Ausbildung erlebe ich, was Fremdgehen anrichten kann, und im Rahmen meiner Doktorarbeit untersuche ich, ob und wie betroffene Ehen geheilt werden können.

von Kanzler, 07.03.2026 19:17 Uhr

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Lieber Herr Roman Tiker, (7)

Wie schon geschrieben, „Fremdgehen“ ist in unserer Kultur allgegenwärtig. Und wenn ein Autor seine Leser damit „unterhält“, absolut okay für mich. Aufgrund meiner beruflichen Orientierung sehe ich jedoch nichts „Unterhaltendes“ darin, wobei ich manche solche Situationen berufsbedingt verstehen kann. Aber das ist nur meine persönliche Ansicht. Gestolpert bin ich über Ihren Satz: „Dann reden wir uns das alles schön und alle sind zufrieden.“ Ihr Kommentar ist ja keine Phantasiegeschichte, sondern gibt vermutlich Ihre Meinung wieder. Verzeihen Sie mir, aber das ist mir einfach zu nonchalant gewesen. Nichts ist nämlich „schön“ bei einer Scheidungsrate von derzeit 38% und 80% davon wegen Fremdgehens.

Ich bin bestärkt in meiner Meinung, dass Ihnen Derartiges bisher nicht widerfahren ist, und ich darf Ihnen herzlich wünschen, dass das so bleibt.

Einen besinnlichen Sonntag und viele Grüße von
Valentina

von Kanzler, 07.03.2026 19:15 Uhr

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verwerflich?

... Das gilt für alle Erzählungen und eben auch diese, bei denen es um erotische Begebenheiten geht.
Nun ist die Kommentarliste zu dieser wunderbaren Geschichte allerdings auch nicht das Forum, sich untereinander über Weltanschauungen auszutauschen, darum sehen Sie es mir nach, dass ich mich hier nicht weiter dazu auslasse. Falls Sie sich dennoch weiter mit mir austauschen möchten, empfehle ich die Email-Funktion.
Genießen Sie das Wochenende,
Roman Tiker

von Roman Tiker, 06.03.2026 20:23 Uhr

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verwerflich?

Liebe Valentina,
zuerst mal überrascht mich ihre Reaktion auf meinen Beitrag.
In puncto Moral möchte ich Ihnen widersprechen, weil es hier nicht um die persönliche Ansicht geht. Vielmehr bezeichnet die Moral den gemeinsamen Nenner einer Gesellschaft, den gemeinsamen Standpunkt zu einem Thema. Was jeder selbst darüber denkt, ist dabei eher nebensächlich. Und da ist die gemeinsame Ansicht, dass Lehrer und Schüler keine sexuelle Beziehung miteinander haben sollten.
Beim Thema "Fremdgehen" scheine ich bei Ihnen einen wunden Punkt getroffen zu haben. Wenn ich da bei Ihnen eine negative Assoziation geweckt haben sollte, bedauere ich das, jedoch war das weder meine Absicht, noch konnte ich das ahnen. Außerdem war es lediglich ein Beispiel von mir.
Was ich damit ausdrücken wollte, ist, dass jede Autorin und jeder Autor mit seinen Geschichten unterhalten möchte, und da eignet sich die Beschreibung des "langweiligen" Lebensalltags eben nicht. ...

von Roman Tiker, 06.03.2026 20:22 Uhr

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Lieber Herr Roman Tiker,

ich darf mich zu Ihren beiden interessanten Kommentaren melden, da Sie zwei Punkte ansprechen, die durchaus wert sind, darüber nachzudenken. Meine Eltern sind derzeit mit sehr knapper Zeit im Ausland unterwegs, weshalb ich das nun tun soll / darf.

Zuerst möchte auch ich selbst dem Autor Burak zu seiner Geschichte gratulieren. Mein Vater hat geschrieben, dass für ihn fast „zu viel Gefühl“ in der Geschichte vorkommt, für mich aber nicht, es ist genau richtig.

Moral ist etwas zutiefst Persönliches. Das offenbart sich am besten beim Thema „Fremdgehen“, aber da komme ich gleich noch zu. Was für den einen kein Problem ist, geht für den anderen gar nicht. Man misst eine Handlung immer an seinen eigenen (persönlichen) Prinzipien. Natürlich kann man der Meinung sein, dass die zu erwartende Bevorzugung des Schülers unmoralisch ist, aber diese Folge muss nicht eintreten. Die Lehrerin kann das sehr wohl „bedenken“ und die entsprechenden Schritte daraus ziehen. Für mich gibt es ohnedies …

von Kanzler, 05.03.2026 20:43 Uhr

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Lieber Herr Roman Tiker, (2)

… nur eine Lösung dafür. Wir sind gespannt, welche du, lieber Herr Burak, bietest.

Der zweite Punkt betrifft das „Fremdgehen“. Ja, darüber wird viel geschrieben und gelesen, es kommt auf vielfältigste Weise in unserer Gesellschaft vor. Es ist ein mächtiger „Wirtschaftsfaktor“, Heerscharen von Anwälten und Paartherapeuten leben davon (ich selbst auch irgendwann einmal :) ).

Aber es ist nicht nur „nicht in Ordnung“, lieber Herr Roman Tiker, denn dann könnte man es leicht bereinigen. Es ist viel mehr als das. Die Folgen können gewaltig sein, das brauche ich nicht auszuführen, in emotionaler, familiärer, finanzieller und volkswirtschaftlicher Hinsicht.

Natürlich ist der „Reiz des Verbotenen“ da, solange es Phantasie bleibt, alles gut. Zwei namhafte Hamburger Psychologen (bei denen ich im nächsten Jahr volontieren darf), schreiben in ihrem Buch „Treue ist auch keine Lösung“ von der „Lust an der Untreue“.

Interessant ist jedoch die Feststellung, die wir aus dem Archiv meiner Eltern …

von Kanzler, 05.03.2026 20:43 Uhr

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Lieber Herr Roman Tiker, (3)

… ableiten können, dass die meisten Menschen, denen der „Reiz“ des Fremdgehens gefällt und die Spaß daran haben, darüber zu schreiben oder davon zu lesen (was ich durchaus nicht kritisieren möchte), damit sofort aufhören, wenn sie das selbst in schmerzvoller Weise erlebt haben. Es gibt sicher Ausnahmen, aber nur ganz wenige haben wir gefunden.

Es ist also nicht so, lieber Herr Roman Tiker, dass „Dann reden wir uns das alles schön und alle sind zufrieden“ zutrifft. Ich möchte Ihnen keineswegs zu nahe treten, aber ich bin als angehende Ehepaartherapeutin jung genug, um das vielleicht frisch von der Leber weg sagen zu dürfen: Darf ich davon ausgehen, dass Sie persönlich noch nie in einer solchen Situation waren? :) :) :) Denn das wünsche ich garantiert niemandem.

Nichts für ungut und viele Grüße von
Valentina, auch im Namen meiner Eltern

von Kanzler, 05.03.2026 20:37 Uhr

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Wow

Vielen lieben Dank für dein Feedback. Genau solche Rückmeldungen machen das Schreiben für mich so wichtig und spannend. Ich habedie wunderbare Möglichkeit, eigene Gedanken und Sichtweisen in meine Geschichten einfließen zu lassen – auch wenn ich privat natürlich nicht mit jeder einzelnen Handlung meiner Protagonisten übereinstimme. Umso faszinierender ist es dann, eure Perspektive dazu zu lesen. Bei deiner Einschätzung stimme ich dir übrigens größtenteils zu: Strafrechtlich mag das Ganze ohne Belang sein, aber moralisch bewegen wir uns da aus meiner Sicht definitiv in einer ziemlich dunklen Grauzone.
von Burak, 05.03.2026 10:58 Uhr

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Verwerflich?

Zuerst einmal meinen großen Dank für die Mühe und für die gute Unterhaltung. Die Geschichte hat mich gefesselt, nicht zuletzt, weil die Schilderungen des Gefühlschaos so treffend beschrieben sind. Ich ziehe symbolisch meinen Hut, weil ich uneingeschränkt zustimmen muss, dass die Arbeit sich wirklich gelohnt hat.
Interessant finde ich, dass der Autor hier zur Analyse aufruft. Eine wirklich gute Idee, muss ich zugeben.
Es ist so gar nicht mein Ding, die Geschichten anderer Leute zu analysieren. Entweder sie gefallen mir, oder eben nicht. Dennoch versuche ich mal zu beschreiben, was ich davon halte.

von Roman Tiker, 05.03.2026 08:40 Uhr

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Unbeschreiblich

Selten habe ich so etwas intensives gelesen, mehr fällt mir dazu nicht ein. Ich bin richtiggehend fasziniert und warte sehnsüchtig auf die nächste Geschichte.
von Michael Leibach, 04.03.2026 18:34 Uhr

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Verbotene Gefühle?

Eine ganz besonders gelungene Beschreibung der Gefühlswelten von Lehrerin und Schüler, sinnvoll ergänzend beleuchtet durch Hinweise auf Kafka, Camus und andere Literaten, die in menschliche Tiefen vorstoßen und Gefühlswelten sichtbar machen.
Aber können Gefühle verboten sein? Entwickeln sie sich nicht einfach, und bekommen dann nur durch die unterschiedlichen moralischen oder ethischen Bewertungen etwas Verbotenes?

von Aladina, 01.03.2026 23:26 Uhr

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Vielen Dank

Nach Freud ist das Gefühl die Natur, während das Verbot die Kultur repräsentiert. Damit unser Schulsystem funktioniert, muss das Individuum seine natürlichen Triebe und emotionalen Bedürfnisse unterdrücken. Aber vielleicht schaffen es Linn und Ben ja dort auszubrechen.
von Burak, 02.03.2026 06:14 Uhr

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Sehr schön dargestellte

innere Zerrissenheit der Lehrerin und Vereinsamung des Schülers. Vom Profi - Lehrerin - wäre zu erwarten, dass sie ausreichend selbstsicher ist um sich und ihren Beruf nicht weiter zu gefährden. Andererseits weiß sie aber auch ganz genau, dass der Junge daran kaputt geht wenn sie ihn zurückweist. Ein für sich unlösbares Problem...
von Harald54, 01.03.2026 20:51 Uhr

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Vielen Dank

Man kann diese Geschichte als ein moralisches Vexierbild betrachten:
Einerseits ist Linn die scheiternde Pädagogin, deren Handeln alles andere als selbstlos ist. Indem sie die professionelle Distanz aufgibt, priorisiert sie ihre eigenen emotionalen Impulse und nimmt die langfristige Instabilität des Schülers in Kauf. Sie rettet ihn nicht, sondern macht ihn zum Komplizen einer sozialen Unmöglichkeit.
Andererseits erscheint sie als radikal Liebende, die die Kraft besitzt, sich über moralische Konventionen und berufliche Sicherheitsnetze hinwegzusetzen. In dieser Lesart ist ihr Nachgeben ein Akt höchster Menschlichkeit: Sie entscheidet sich gegen das System und für die Rettung eines Vereinsamten, selbst wenn sie dafür ihren eigenen Ruin riskiert. Es bleibt die Frage, ob sie eine Grenze überschreitet, um zu retten, oder ob sie rettet, um eine Grenze zu überschreiten.

von Burak, 02.03.2026 05:52 Uhr

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Toll und nachvollziehbar

Das ist eine tolle nachvollziehbare Geschichte, die den Zwiespalt zwischen Moral, externen Erwartungen, Gesetz und echter Liebe beschreibt.
Wahre Liebe fragt nicht , sie geschieht.

von cornet1956, 01.03.2026 17:31 Uhr

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Großen Dank

Was für wunderbare Worte, danke dafür. Genau das hast du perfekt auf den Punkt gebracht: Dieser tiefe Zwiespalt und das moralische Dilemma zwischen äußeren Erwartungen, Gesetz und echten Gefühlen tragen uns durch die Geschichte.
von Burak, 01.03.2026 20:00 Uhr

0

Eigentlich eine sehr schöne Geschichte,

die gut beschreibt, wie sich eine solche Beziehung entwickeln kann. Vielleicht ein wenig zu gefühlslastig, aber das entspricht ja dem Titel. Und vielleicht geht die Lehrerin mit sich selbst zu hart ins Gericht, denn Zuneigung und Liebe kann man nicht an- und abschalten. Die Lehrerin öffnet sich nach langem Zaudern, sie tut unserer Meinung nach nichts Verwerfliches, der Schüler ist ja volljährig und es beruht auf Einvernehmen.

Sind solche Gefühle jedoch wirklich „verboten“? Der Autor spricht im Schlusswort von einem „moralisch schwierigen“ Thema. Für uns ist es das nicht. Aber Moral ist eine sehr persönliche Angelegenheit.

Jenseits der Moral gibt es für solche Beziehungen bestimmte Rechtsnormen. Das Strafrecht (§174 StGB) greift nicht. Für das Beamtendienstrecht ist es zwar ein Dienstvergehen, führt aber nicht automatisch zur Dienstenthebung. Die Lehrerin müsste also keine Angst um ihre Zukunft haben.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

Beste Grüße vom Kanzlerehepaar

von Kanzler, 01.03.2026 09:24 Uhr

0

Danke,

Eigentlich ein schöner Kommentar, Herr Kanzler! Danke für deinen wie immer fundierten und sehr sachlichen Blick auf die Geschichte.
Du hast völlig recht: Moral ist etwas zutiefst Persönliches, und jeder Mensch zieht seine eigenen Grenzen. Dass die Lehrerin so hart mit sich ins Gericht geht, liegt vermutlich daran, dass sie Ben schon geliebt hat, als er noch keine 18 war, und weil Lehrende bei solchen Beziehungen berufsbedingt einen viel strengeren Maßstab anlegen.
Herzliche Grüße zurück an euch beide!

von Burak, 01.03.2026 19:55 Uhr

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WOW!

So was habe ich noch nie gelesen, nein falsch, noch nie gefühlt, gelebt beim lesen, DANKE!!
von raydsm, 28.02.2026 17:02 Uhr

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Vielen lieben Dank

Es gibt kaum ein schöneres Kompliment, als wenn das Geschriebene nicht nur gelesen, sondern wirklich gefühlt wird.
Danke für diese wunderbare Rückmeldung.

von Burak, 01.03.2026 19:44 Uhr

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Gefühlschaos

Hallo Burak, ich hab Deine Geschichten immer gerne gelesen. Diese Geschichte hat mich allerdings beengt in einem Gefühlschaos zurück gelassen. Man konnte sich aus der Sicht der Lehrerin toral in deren Gedankenwelt hineinversetzen. Aber bitte zeige mir auch wie ich wieder aus dieser Welt heraus kommen soll. Darum bitte schicke den zweiten Teil ganz sxhnell hinterher. Für mich fehlt ein wenig die Hintergründgeschichte bei beiden. Wie kam es dazu, dass beide Charaktäre sich so dermaßen angezogen haben?

Beste Grüße Perguent57

von Perguent57, 28.02.2026 08:33 Uhr

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Vielen Dank

Hallo Perguent57,

vielen Dank für deine Treue und das ehrliche Feedback. Es ist ein riesiges Kompliment, dass dich die Gedankenwelt der Lehrerin so tief in ein Gefühlschaos gestürzt hat. Manchmal dachte ich mir beim Schreiben aber selbst: Hoffentlich mute ich meinen Lesern und auch mir da nicht zu viel zu. Doch das Thema gibt das glaube ich auch vor.

Du musst nicht mehr lange durchhalten, denn der zweite Teil ist fast fertig.

Zu der Hintergrundgeschichte: Einen kleinen Einblick, warum die beiden so extrem voneinander gefesselt sind, haben wir ja eigentlich schon bekommen. In der Fortsetzung werde ich das aber noch weiter auflösen.
VG
Burak

von Burak, 28.02.2026 13:19 Uhr

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