Verbotene Gefühle veröffentlicht am 27.02.2026
Verbotene Gefühle Kapitel 1 – Die Gefahr Das Klassenzimmer versinkt bereits im Licht der Dämmerung, doch ich sitze noch immer am Pult, vertieft in die Klausuren des Deutsch-Leistungskurses der…
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Gefühlschaos
Hallo Burak, ich hab Deine Geschichten immer gerne gelesen. Diese Geschichte hat mich allerdings beengt in einem Gefühlschaos zurück gelassen. Man konnte sich aus der Sicht der Lehrerin toral in deren Gedankenwelt hineinversetzen. Aber bitte zeige mir auch wie ich wieder aus dieser Welt heraus kommen soll. Darum bitte schicke den zweiten Teil ganz sxhnell hinterher. Für mich fehlt ein wenig die Hintergründgeschichte bei beiden. Wie kam es dazu, dass beide Charaktäre sich so dermaßen angezogen haben?
Beste Grüße Perguent57
Vielen Dank
Hallo Perguent57,
vielen Dank für deine Treue und das ehrliche Feedback. Es ist ein riesiges Kompliment, dass dich die Gedankenwelt der Lehrerin so tief in ein Gefühlschaos gestürzt hat. Manchmal dachte ich mir beim Schreiben aber selbst: Hoffentlich mute ich meinen Lesern und auch mir da nicht zu viel zu. Doch das Thema gibt das glaube ich auch vor.
Du musst nicht mehr lange durchhalten, denn der zweite Teil ist fast fertig.
Zu der Hintergrundgeschichte: Einen kleinen Einblick, warum die beiden so extrem voneinander gefesselt sind, haben wir ja eigentlich schon bekommen. In der Fortsetzung werde ich das aber noch weiter auflösen.
VG
Burak
WOW!
So was habe ich noch nie gelesen, nein falsch, noch nie gefühlt, gelebt beim lesen, DANKE!!
Eigentlich eine sehr schöne Geschichte,
die gut beschreibt, wie sich eine solche Beziehung entwickeln kann. Vielleicht ein wenig zu gefühlslastig, aber das entspricht ja dem Titel. Und vielleicht geht die Lehrerin mit sich selbst zu hart ins Gericht, denn Zuneigung und Liebe kann man nicht an- und abschalten. Die Lehrerin öffnet sich nach langem Zaudern, sie tut unserer Meinung nach nichts Verwerfliches, der Schüler ist ja volljährig und es beruht auf Einvernehmen.
Sind solche Gefühle jedoch wirklich „verboten“? Der Autor spricht im Schlusswort von einem „moralisch schwierigen“ Thema. Für uns ist es das nicht. Aber Moral ist eine sehr persönliche Angelegenheit.
Jenseits der Moral gibt es für solche Beziehungen bestimmte Rechtsnormen. Das Strafrecht (§174 StGB) greift nicht. Für das Beamtendienstrecht ist es zwar ein Dienstvergehen, führt aber nicht automatisch zur Dienstenthebung. Die Lehrerin müsste also keine Angst um ihre Zukunft haben.
Wir sind gespannt, wie es weitergeht.
Beste Grüße vom Kanzlerehepaar
Toll und nachvollziehbar
Das ist eine tolle nachvollziehbare Geschichte, die den Zwiespalt zwischen Moral, externen Erwartungen, Gesetz und echter Liebe beschreibt.
Wahre Liebe fragt nicht , sie geschieht.
Vielen lieben Dank
Es gibt kaum ein schöneres Kompliment, als wenn das Geschriebene nicht nur gelesen, sondern wirklich gefühlt wird.
Danke für diese wunderbare Rückmeldung.
Danke,
Eigentlich ein schöner Kommentar, Herr Kanzler! Danke für deinen wie immer fundierten und sehr sachlichen Blick auf die Geschichte.
Du hast völlig recht: Moral ist etwas zutiefst Persönliches, und jeder Mensch zieht seine eigenen Grenzen. Dass die Lehrerin so hart mit sich ins Gericht geht, liegt vermutlich daran, dass sie Ben schon geliebt hat, als er noch keine 18 war, und weil Lehrende bei solchen Beziehungen berufsbedingt einen viel strengeren Maßstab anlegen.
Herzliche Grüße zurück an euch beide!
Großen Dank
Was für wunderbare Worte, danke dafür. Genau das hast du perfekt auf den Punkt gebracht: Dieser tiefe Zwiespalt und das moralische Dilemma zwischen äußeren Erwartungen, Gesetz und echten Gefühlen tragen uns durch die Geschichte.
Sehr schön dargestellte
innere Zerrissenheit der Lehrerin und Vereinsamung des Schülers. Vom Profi - Lehrerin - wäre zu erwarten, dass sie ausreichend selbstsicher ist um sich und ihren Beruf nicht weiter zu gefährden. Andererseits weiß sie aber auch ganz genau, dass der Junge daran kaputt geht wenn sie ihn zurückweist. Ein für sich unlösbares Problem...
Einfach schön!
Hallo Rudi, da hast du dich wieder übertroffen. Einfach Klasse! Wie du jede "Szene" schilderst, die einzelnen Personen beschreibst, einfach wunderbar. Spannend, die menschliche Seite immer im Vordergrund und die Erotik kommt auch nicht zu kurz. Bitte noch lange weitermachen
Danke und schöne Pfingsten K.
Vielen Dank
Man kann diese Geschichte als ein moralisches Vexierbild betrachten:
Einerseits ist Linn die scheiternde Pädagogin, deren Handeln alles andere als selbstlos ist. Indem sie die professionelle Distanz aufgibt, priorisiert sie ihre eigenen emotionalen Impulse und nimmt die langfristige Instabilität des Schülers in Kauf. Sie rettet ihn nicht, sondern macht ihn zum Komplizen einer sozialen Unmöglichkeit.
Andererseits erscheint sie als radikal Liebende, die die Kraft besitzt, sich über moralische Konventionen und berufliche Sicherheitsnetze hinwegzusetzen. In dieser Lesart ist ihr Nachgeben ein Akt höchster Menschlichkeit: Sie entscheidet sich gegen das System und für die Rettung eines Vereinsamten, selbst wenn sie dafür ihren eigenen Ruin riskiert. Es bleibt die Frage, ob sie eine Grenze überschreitet, um zu retten, oder ob sie rettet, um eine Grenze zu überschreiten.
Vielen Dank
Nach Freud ist das Gefühl die Natur, während das Verbot die Kultur repräsentiert. Damit unser Schulsystem funktioniert, muss das Individuum seine natürlichen Triebe und emotionalen Bedürfnisse unterdrücken. Aber vielleicht schaffen es Linn und Ben ja dort auszubrechen.
Die junge Grafin
Hallo Freudenspender
Diese Geschichte ist einfach nur wunderschön auch wenn sie anders ist als du normalerweise schreibst dennoch kommen deine Werte immer zum Tragen. Ich bin schwer begeistert, danke.
Ganz liebe Grüße
Caro
Verwerflich?
Zuerst einmal meinen großen Dank für die Mühe und für die gute Unterhaltung. Die Geschichte hat mich gefesselt, nicht zuletzt, weil die Schilderungen des Gefühlschaos so treffend beschrieben sind. Ich ziehe symbolisch meinen Hut, weil ich uneingeschränkt zustimmen muss, dass die Arbeit sich wirklich gelohnt hat.
Interessant finde ich, dass der Autor hier zur Analyse aufruft. Eine wirklich gute Idee, muss ich zugeben.
Es ist so gar nicht mein Ding, die Geschichten anderer Leute zu analysieren. Entweder sie gefallen mir, oder eben nicht. Dennoch versuche ich mal zu beschreiben, was ich davon halte.