Verbotene Gefühle veröffentlicht am 27.02.2026
Verbotene Gefühle Kapitel 1 – Die Gefahr Das Klassenzimmer versinkt bereits im Licht der Dämmerung, doch ich sitze noch immer am Pult, vertieft in die Klausuren des Deutsch-Leistungskurses der…
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Es ist schade, aber ich will mich nicht …
in eine Diskussion verlieren, die keinen Sinn hat. Lieber Herr Burak, du hast noch nie irgendein Argument von mir angenommen (über „Cuckolding“ haben meine Eltern geschrieben, nicht ich). Ich werde nicht darüber streiten, was ich zum Thema „Moraltheorie“ gelernt habe. Auch habe ich versucht, darzulegen, dass es kein „gesamtgesellschaftliches“ Moralempfinden gibt, zu heterogen ist unsere „Gesellschaft“. „Moralisch nicht geduldet“ kann man daher nicht verallgemeinern. Vielleicht habe ich mich nicht gut genug ausgedrückt.
Im Archiv meiner Eltern gibt es 17 Untersuchungen zum Thema „Lehrer-Schüler“, aus USA, Kanada und Westeuropa. Und nicht nur wurden Schüler befragt, sondern repräsentative Querschnitte. Wie du von der von dir zitierten Studie auf die „gesamtgesellschaftliche Ebene übertragen“ kannst, wird mir ein Rätsel bleiben. Und woher willst du aus dieser Studie wissen, was die „Öffentlichkeit“ nach dem Abschluss denkt?
Damit genug und ebenfalls viele Grüße
Valentina
Liebe Frau Valentina,
danke für die Richtigstellung. Das Missverständnis bezüglich deiner Eltern tut mir leid. Da du die Diskussion beenden möchtest, respektiere ich das und fasse mich kurz.
Mein Argument für ein „Moralempfinden“ stützt sich auf die institutionelle Realität. Selbst rein sachlich betrachtet, bleibt das Problem der „systemischen Korruption“. Geht eine Lehrkraft – besonders in einem Kernfach, eine intime Beziehung zu einem Schüler ein, verliert sie ihre Rolle als neutraler „Gatekeeper“. Es geht hierbei weniger um private Freiheit als um die Integrität eines Bewertungssystems, auf das alle angewiesen sind.
Studien wie die von Hernandez zeigen: Die Akzeptanz schwindet exakt dort, wo Fairness durch Nähe bedroht wird. Das strenge Dienstrecht ist lediglich der kodifizierte Ausdruck dieses gesellschaftlichen Konsenses über professionelle Distanz.
Ich akzeptiere, dass wir hier verschiedene Schwerpunkte setzen. Alles Gute und viele Grüße, Burak